„Cuba Sí“

Zum Tod des „Maximo Lider“ – anstelle eines Nachrufes

Die kubanische Revolution von 1959 ist in die Jahre gekommen und ist dennoch lebendig und vorbildgebend wie eh und je. Ihr ewiger „maximo lider“ Fidel Castro Ruiz übertrug in weiser Voraussicht vor zehn Jahren die Verantwortung für das Schicksal der Revolution seinem kaum jüngeren Bruder Raul ud dieser erreicht, dank Papst und Obama – die ersten Schritte zur Aussöhnung mit den USA. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Politik | Kommentar hinterlassen

Staat. Politik.Klassenkampf.

Ein Plädoyer für den bprgerlichen Parlamentarismus

1266In den sich sozialistisch nennenden Gesellschaften war unbestritten, dass der Politik, sprich die Partei, die „führende Rolle“ in der Gesellschaft zukommt und diese als Exekutor des „neuen“ gegen alles alte, „bürgerliche“ auftritt. Die Partei fühlte sich berufen, vom Fünf-Jahres-Plan bis hin zum Kunstgenuss, der Gesellschaft den richtigenWeg zu weisen. In der von Marx beschriebenen bürgerlichen Gesellschaft hingegen determiniert letztendlich eine „Basis“, die Produktionsverhältnisse, den politischen und ideologischen „Überbau“.
Der Staat und die Politik sollten „abgeleitet“ aus den ökonomischen Verhältnissen, den Gesamtwillen der bürgerlichen Klasse verkörpernd, die Gesellschaft nach immanenten Gesetzen leiten. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Politik | Kommentar hinterlassen

Die „neue“ Dimension des Krieges

Zu den kriegerischen Auseinandersetzungen im 21. Jahrhundert

Noch ist das neue Jahrhundert jung an Jahren und doch sind die zum Ende des 20. Jahrhunderts begonnenen Trends einer neuen Art des Krieges allgegenwärtig. Bereits die letzte Phase des Kalten Krieges, eingeleitet durch den von den USA 1975 endgültig verlorenen Vietnam-Krieg, war gekennzeichnet durch sog. low intensity wars, bei dem Aufständische einen Klein- oder Guerillakrieg gegen ihre zumeist militärisch überlegene Staatsmacht führten. Beide Seiten des jeweiligen Konflikts wurden von den feindlich gesonnenen „Supermächten“ finanziell, militärisch und ideologisch unterstützt. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Politik | Kommentar hinterlassen

Export- und Import-Statistik

oder Der Motor in der globalisierten Weltwirtschaft

Vorbemerkung

Betrachtet mensch die Werte für den Außenhandel an Waren und Dienstleistungen, so fällt deren hoher Anteil am BIP auf. Der dem neoliberalen Diskurs geschuldete Zwang, alle Länder fit für den Weltmarkt zu machen, ist mehr oder weniger eine „Erfolgsgeschichte“. Auf etwa 70 Billionen US-$ Bruttoinlandsprodukt der Welt 2011 kommen im Jahr 2015 Warenexporte im Wert von 15.985 Milliarden oder weit mehr als 20%. Die Verteilung zwischen reich und arm ist auch hier wie beim Wohlstand und der Wertschöpfung relativ gleich.. Welche Länder sind aber nun „Gewinner“ der Exportorientierung,*) welche „Verlierer“? Gibt es ein einheitliches Muster? Weiterlesen

Veröffentlicht unter Ökonomie | Kommentar hinterlassen

„Barbaren“ vor den Toren!

oder Die moderne Völkerwanderung als Bedrohung des Abendlandes

Als vor 1700 Jahren das römisch1267e Weltreich rund um das Mittelmeer unter dem Ansturm der Hunnen, welche die Westwanderung der germanischen Stämme auslöste, zusammenbrach, Christentum und Feudalismus sich durchsetzten und die Nacht des Mittelalters für 1000 Jahren sich über Europa senkte, ging das Zeitalter der antiken Hochkulturen unwiederbringlich zu Ende.Die Gewinner der Völkerwanderung, die germanischen Arier, lose verbunden im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, bildeten nun das erfolgreiche Bollwerk gegen die Bedrohungen aus dem Osten, gegen die Araber, Mongolen und später die Türken. Europa war zu Beginn der Neuzeit im 15. Jahrhundert der Motor der gesellschaftlichen Entwicklung in der Welt geworden. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Politik | Kommentar hinterlassen

A) „Mörderischer“ Nationalismus

Über ein fragwürdiges Angebot der Bourgeoisie

Der Mensch ist ja an sich ein geselliges Wesen und gehört wie selbstverständlich seiner Familie, seiner Sippe, seinem Volk und – vor allem zu Zeiten sportlicher Großereignisse – Fahnen schwenkend seiner Nation an. Dies zu kritisieren erscheint unsinnig, da gegen das Gemeinschaftsgefühl naturgegeben schlecht anzukommen ist. Seit der Erfindung der Nation durch ihre jeweilige Bourgeoisie, einem Projekt, das seit über zweihundert Jahren so geschichtsmächtig ist und bleibt, war nicht nur die Gründung des Nationalstaates oft von kriegerischen Geschehnissen begleitet, wofür idealtypisch die deutsche Reichsgründung 1871 stehen mag, auch gehörte und gehört es zum natürlichen Recht des nationalen Gedankens, gegebenenfalls Krieg gegen andere Nationalismen zu führen,um Macht und Ansehen zu steigern. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gesellschaft | Kommentar hinterlassen

Reichtum in der globalisierten Staatenwelt

oder Was sagt uns die Statistik zur OECD?

Ist die Plausibilität von statistischen Grundmerkmalen schon im nationalen Rahmen zweifelhaft, umso mehr wenn international die verwendeten Kategorien erst vergleichbar durch die Umrechnung in das Weltgeld US-$ werden, da drastische Über-/Unterbewertungn an der Tagesordnung sind. Deshalb sind die nachstehenen Daten immer nur als Anhaltspunkt für weitergehende Untersuchen zu sehen, da bei einer Analyse des Reichtums die spezifische Kaufkraft eines Landes gelten gemacht werden muss, es sei denn mensch will nur die relativen Einkommensunterschiede darstellen.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat 2016 35 Mitgliedstaaten, Weiterlesen

Veröffentlicht unter Ökonomie | Kommentar hinterlassen

„09.November“

Ein deutsches Datum

1118An historische Wendemarken und „große“ Ereignisse zu erinnern, wo doch Geschichte oder was sich dafür ausgibt vom herrschenden Diskurs besetzt ist, siehe „ZDF history“, fällt umso schwerer, je mehr ein bestimmtes Datum in die Vergessenheit gedrängt wird. Die „Rechten“ verstehen es, an „ihre“ Ereignisse meinungsbildend und öffentlichkeitswirksam immer wieder zu erinnern, vom „17.Juni“ über den „20.Juli“ bis hin zum Tag der „Deutschen Einheit“.Der „1.Mai“ z.B. hingegen hat seine innere Bedeutung längst verloren und ist zum arbeitsfreien Erholungstag verkommen.

Aus all den verschiedenen Erinnerungsdaten ragt für Deutschland der „9. November“ heraus, denn in ihm treffen sich wie in einem Brennglas verschiedene historische Entwicklungslinien und die Ereignisse am 9. November sperren sich dagegen, einem politischen Diskurs eindeutig zugeordnet zu werden. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Geschichte | Kommentar hinterlassen

Die Ungleichheit der globalisierten Staatenwelt

oder Was sagt die Statstik zur Bevölkerung und ihrer Partizipation am Reichtum aus?

Ist die Plausibilität von statistischen Grundmerkmalen schon im nationalen Rahmen zweifelhaft, umso mehr wenn international das Bruttonationaleinkommen (BNE; bis 1999 BP) erst vergleichbar durch die Umrechnung in das Weltgeld US$ erfolgt, da drastische Über-/Unterbewertungn an der Tagesordnung sind. Deshalb sind die nachstehenen Daten immer nur als Anhaltspunkt für weitergehende Untersuchen zu sehen, da bei einer Analyse des Reichtums/der Armut die spezifische Kaufkraft eines Landes gelten gemacht werden muss, es sei denn mensch will nur die relativen Einkommensunterschiede darstellen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gesellschaft | Kommentar hinterlassen

„Der Fluch der bösen Tat(en)“

Syrien als Menetekel der Weltkriegsunordnung

Nach der Entkolonialisierungsphase im Gefolge des 2.Weltkrieges – Syrien z.B. wurde im April 46 formell unabhängig; Algerien hingegen nach langem Befreiungskrieg erst 1962 – lösten die USA peu a peu die neokoloniale Beherrschung des arabischen Raumes durch England und Frankreich ab und wurden die bestimmende Macht im „Empire“(1). Je nach Land mit unterschiedlichem Gewicht blieb der Einfluss der alten Kolonialmächte aber erhalten. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Politik | Kommentar hinterlassen

Zur Kolonialfrage

Was uns Marx heute noch dazu zu sagen hat

Schien mit dem Erfolg des nationalen Unabhängigkeitsstrebens der portugiesischen Kolonien in Afrika und Asien der Entkolonialisierungsprozess als positives Ergebnis des „Kalten Krieges“ in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu einem (vorläufigen) Abschluss gekommen sein, so stellt sich heute – angesichts unzähliger nationaler Erhebungen und erneuter Landnahme weltweit – die Kolonialfrage aufs Neue. In dieser knappen Darlegung geht es um eine Annäherung an diese Problematik aus historischer Sicht. Der moderne Kolonialismus der letzten sechshundert Jahre, beginnend mit der Eroberung der „Neuen Welt“ durch Spanien und Portugal, fortgesetzt durch Holland, Frankreich und England, später die Westexpansion der USA, Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theorie | Kommentar hinterlassen

Rassismus ohne Rassisten

Die neue Dimension einer „lower class“. Hat Karl Marx doch Recht?

Das 19. Jahrhundert sah den Aufstieg der Lohnarbeiterklasse mit seinem Befreiungsanspruch und zugleich einen den Kolonialismus legitimierenden Rassismus, ursprünglich im Mittelalter metaphysisch und religiös begründet, welcher im Gefolge der Aufklärung ein weiteres, ausformuliertes säkulares Fundament erhielt. Bei dem großen Voltaire ist z.B. „die Rasse der Neger … eine von der unsrigen völlig verschiedene Menschenart, wie die der Spaniels sich von der der Windhunde unterscheidet.“ (1755, zitiert nach wikipedia/rassismus) Weiterlesen

Veröffentlicht unter Gesellschaft | Kommentar hinterlassen

Jemens kaum beachteter Leidensweg

oder Saudi-Arabien ist nicht Russland

Angeblich um das Überleben des westlichen „Empire“ zu befördern, eröffneet Saudi-Arabien, weitere arabische Emirate und die Schutzmacht USA im März 2015 eine neue Front im Süden der arabischen Halbinsel, um die schiitische, dem Iran verbundene al-Houthi-Bewegung, 40 Prozent der 30 Mio zählenen Bevölkerung vertretend und jüngst nach der Eroberung der Hauptstadt Sanaa auf dem Vormarsch gen Aden (1), an der Eroberung des ganzen Jemens zu hindern. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Politik | Kommentar hinterlassen

„Totgesagte leben länger“

Über die Wiederkehr von Arbeiterbewegung und Marxismus

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts – angesichts von Globalisierung des Reichtums und der Armut, von wirtschaftlichem Erfolg und zunehmender Verelendung, von Staatskrisen und Kriegszonen – nimmt, kaum reflektiert von den deutschen Medien, der Kampf vieler Berufsgruppen der Lohnabhängigen selbst in einem Land, das stolz auf seine „Sozialpartnerschaft“ ist, um Lohnerhöhung und gesellschaftlicher Anerkennung deutlich zu. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theorie | Kommentar hinterlassen

Der „Große Terror“

Außerordentliche Gewalt als verselbständigtes Herrschaftsinstrument im Stalinschen System

Persönliche Vorbemerkung

Während der Zeit des aufkommenden Eurokommunismus in den 70er Jahren beeindruckte mich das Buch des französischen Kommunisten Jean Elleinstein (siehe Anhang), der eine Anklage der Willkürherrschaft Stalins mit einer soziologischen Analyse der Bedindungen der Entstehung derselben verband, was zu meinem Bruch mit dem orthodoxen Kommunismus (1) und zu einem Studium der Politologie an der FU Berlin führte. Der Wiederaneignung und Vorbildwirkung Stalins, des Führers („Woschd“) für viele ehemalige Sowjetbürger und für manch einen Systemgegner lokal wie global, während für die politische Klasse des Westens mit ihrem Totalitarismusansatz jede Systemkritik zum Stalinismus verkommen muss, will dieser Aufsatz die Historie entgegenhalten, um einen rationalen Diskurs über eine dunkle Vergangenheit zu befördern, die dank Chrustschow und Gorbatschow erkennbarer wird. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Geschichte | Kommentar hinterlassen

„9/11“

Zur Erinnerung an zwei schändliche Ereignisse

Bestimme Daten in der Geschichte sind von besonderer Bedeutung. Mit dem „nine/eleven day“ 2001 verbinden die USA den schrecklichsten Angriff auf ihr Land, nur vergleichbar mit dem Angriff Japans auf Pearl Harbour im Dezember 1941, Anlass des Kriegseintritts der USA in den Zweiten Weltkrieg. 60 Jahre später erklären die USA nun den „Krieg gegen den Terror“, wohingegen für weite Teile der Welt und gar manchem in der internationalen Friedensbewegung dies nur ein weiterer Beleg für die Heimtücke der „Yankees“ ist. Das gleiche Datum 1973, wer erinnert sich noch daran, markiert mit dem Sturz der demokratisch gewählten „Unidad Popular“ Weiterlesen

Veröffentlicht unter Geschichte, Politik | Kommentare deaktiviert für „9/11“

Cartoons

11671132H1087Heinz Herresbach, comixfuzzy.de

 

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentare deaktiviert für Cartoons

Palästina

Der Kampf um Jerusalem und Eretz Israel

Kein Konflikt auf diesem Planeten hat eine solche Medienpräsenz wie der zwischen Israel und den Palästinensern und zu keinem Konflikt wird so leidenschaftlich Position in den Medien bezogen. Vor allem antijüdische Ressentiments bezichtigen den Zionismus als den Schurken im Konflikt um den Nahen und Mittleren Osten. Die Solidarät mit den Palästinensern geht bekanntlich hin bis zur Aufforderung, den jüdischen Staat Israel zu vernichten. Angesichts der deutschen Geschichte fällt eine Positionierung sehr schwer oder sollte zumindest schwer fallen. Die Überzeugung, dass auf Grund des Holocaust Deutschen verwehrt sei, als Oberlehrer im israelisch-palästinensischen Konflikt zu agieren, hat starke Argumente für sich und eine Zurückhaltung ist durchaus angebracht. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Politik | Kommentar hinterlassen

„Wärst Du nicht reich, wär ich nicht arm!“

Altersarmut und wachsender Reichtum in Deutschland

0030Als noch galt – „Denn eins ist sicher, die Rente“ (Norbert Blum, Sozialminister unter Kanzler Kohl in den 90er Jahren und bekennender Herz-Jesu-Sozialist, zumindest wure er so verspottet) – konnte es sich niemand vorstellen, dass ausgerechnet die erste „linke“ rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder zum Angriff auf die staatliche gesetzliche Rentenversicherung blies, das Rentenniveau absenkte, das Renteneintrittsalter erhöhte und eine private Zusatzversicherung, die sog. Riester-Rente als Allheilmittel zur Lösung des demografischen Zukunftsentwicklung pries. Von der allgemeinen Umlagefinanzierung, dem „Generationenvertrag“, sollte Schritt für Schritt der Übergang zu einer kapitalgedeckten individuellen Altersvorsorge vollzogen und damit die neoliberalen Forderungen nach freiheilticher individueller Kapitalbildung des Einzelnen erfüllt werden. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Ökonomie | Kommentar hinterlassen

„The road to serfdom“ (1)

Neoliberalismus in der Krise – Krise des Neoliberalismus

Jenseits von „Gut“ und „Böse“ regieren bekanntlich in der Wirtschaft, der Welt der Werte, des Geldes, des Profits und nicht zuletzt der Spekulation eigene Gesetzmäßigkeiten. Im neuen Jahrhundert regiert seit 2008 bekanntlich Ungemach. Krise-Krise- Krise, tönt es laut bei passender und unpassender Gelegenheit. So zur Jahreswende 2015/16. Was im letzten Aufschwung z.B. im DAX gewonnen, war bereits in der ersten Januarwoche 2016 wieder verbrannt. Merkmal des Abschwungs an den Börsen aller Art ist nicht der große Ausverkauf, Weiterlesen

Veröffentlicht unter Ökonomie | Kommentar hinterlassen

„1936“

Der Spanische Bürgerkrieg als Auftakt des Großen Gemetzels

Spanien, das ist für uns heute das Urlauberparadies, Sonne, Strand, Meer. Denkt man an das Jahr 1936, dann kommt einem vielleicht die große Inszenierung der Olympischen Spiele für den Führer in Berlin in den Sinn, Geschichtsbewanderten vielleicht auch das Jahr des Beginns der „Großen Säuberung“ im Sowjetreich; oder auch der Abschluss der Unterwerfung des unabhängigen Abessinien durch das Giftgas einsetzende Italien unter Mussolini. In Spanien begann zudem ein Drama, welches direkt in den Zweiten Weltkrieg mündete. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Ungarn reloaded

oder Das Interesse an der  Ausgrenzung der Flüchtlinge

In den ZDF-Spätnachrichten vom 04. März 2016 konnte mensch sich nicht den Kommentar verkneifen, zwei Tage vorm EU-Sondergipfel mit der Türkei, der über den Merkelschen Kurs des „europäischen Wegs“ in der Flüchtlingsfrage entscheidend sei, dass die „nationale“ Lösung des ungarischen PM Viktor Orban „mehrheitsfähig“ ist. Es stellt sich die Frage, wieso hat das kleine, gar unbedeutende Ungarn diesen Einfluss, und das in in der entscheidenden „Schicksalsfrage“ der EU? Weiterlesen

Veröffentlicht unter Geschichte | Kommentar hinterlassen

Erdogan, die Kurden und ein Traum

oder Was hat der Syrien-Krieg mit dem Osmanischen Reich zu tun

Unter den vielen Akteuren des Syrien-Krieges ist für viele BeobachterInnen die Haltung der Türkei sowohl unbestimmt als auch nachrangig. Unbestimmt, da weitgehend unbegriffen, und nachrangig, da die Abhängigkeit unserer Kanzlerin in der Flüchtlingsfrage etwaige Kritik an der Politik Ankaras niedrig hängt. Um sich dem Verständnis des türkischen Präsidenten Erdogans von der Rolle der Türkei gegenüber Syrien und den Kurden anzunähern, ist ein Blick in die Geschichte dieses Landes zwischen Orient und Okzidend zwingend. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Politik | Kommentar hinterlassen

Industrielle Revolution 4.0

Ein deutscher Begriff

Eine industrielle Revolution(iR), frei nach Marx, „… ist nur in den Perioden möglich, wo … die modernen Produktivkräfte und die bürgerlichen Produktionsformen miteinander in Widerspruch geraten .. Eine neue Revolution ist nur möglich im Gefolge einer neuen Krisis.“ (1) Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theorie | Kommentar hinterlassen

Der praktische Theoretiker der Revolution

Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin) als Revisor des Marschen Denkens (1)

„Proletarier aller Länder
und unterdrückte Völker,
vereinigt euch!“

(W.I. Lenin)

220px-Lenin_CL_ColourSo lange es die organisierte Arbeiterbewegung gibt, also seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, stellt sich für sie die Frage nach Strategie und Taktik, um einerseits die Lebenssituation der Ausgebeuteten zu verbessern und andererseits eine neue, bessere Gesellschaftsordnung zu erkämpfen. Welche Wege im Kampf sind einzuschlagen und wie kommt man zum Ziel einer Gesellschaft, die dem Kapitalismus nachfolgt? Der Marxismus von Marx und Engels, die geschichtsmächtige Theorie des 19. Jahrhundets, entwarf ein umfassendes Konzept über die Historie der menschlichen Gesellschaft und verkündete, dass mit der bürgerlichen Ordnung und der kapitalistischen Produktionsweise ein Stadium der Menschheitsgeschichte erreicht sei, Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theorie | Kommentare deaktiviert für Der praktische Theoretiker der Revolution

Politische Karikaturen

149812671251

von Heinz Herresbach

Veröffentlicht unter Allgemein | Kommentar hinterlassen

Die „geopolitische Katastrophe“ des 20.Jahrhunderts

Anmerkungen zum runden Jubiläum der deutschen Einheit

I. Zum Untergang des europäischen Sozialismus am Beispiel der DDR

Über Tote soll man nichts Schlechtes sagen. Ein Rückblick auf die sozialistischen Gesellschaften in Europa wird unterschiedlich je nach dem eingenommenen Blickwinkel ausfallen: ob der Betrachter aus dem “Inneren” der untergegangenen Macht zornig oder nostalgisch verklärend berichtet oder von “Außen” als “Feind” befriedigt und nachtragend das “Unrechtsregime” “Sozialismus” reflektiert.

Der (ost- und mitteleuropäische) Sozialismus war ein wesentliches Ergebnis des Zweiten Weltkrieges. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Geschichte | Kommentar hinterlassen

„La grande terreur“

Jede epochale Veränderung hat seine „Schrecken“
„Terroristen seh´n sich gleich,
lebendig nicht und nicht als Leich`“

(frei nach Wolf Biermann)

Nach 2001, als Bush-Junior den „Krieg gegen den Terror“ und gegen die „Achse des Bösen“ verkündete, hat im September 2014 der US-Präsident Barack Obama, nachdem er öfters erklärte und danach handelte, diesen von den USA einseitig ausgerufenen Krieg zu beenden, angesichts der „aus den Fugen geratenen Welt“(Frank-Walter Steinmeier) eine neue weltweite “Allianz gegen den Terror” ins Leben gerufen. Was versteht mensch, genauer die mit dieser Begrifflichkeit Operierenden, aber unter Terror (1) und Terroristen? Weiterlesen

Veröffentlicht unter Politik | Kommentar hinterlassen

Der Fall von Saigon

Die USA sahen ganz schön alt aus – und die Geschichte wiederholt sich

„Alle auf die Straße, rot ist der Mai0738
alle auf die Straße, Saigon ist frei“

(DDR-Liedgut: „Oktoberklub“)

Historische Erinnerung ist, da nach Brecht das Gedächtnis der Völker kurz ist, in der Linken nur zu oft unterbelichtet. Die Eroberung Saigons durch nordvietnamesische Panzerverbände am 30. April 1975 sollte nicht in Vergessenheit geraten, viel zu wenige solcher freudiger Ereignisse hat die weltweite Linke. Zur Aufarbeitung der Geschichte des Vietnamkrieges ist viel geschrieben und uns so manches in unzähligen US-amerikanischen Filmen mitgeteilt worden. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Geschichte | Kommentare deaktiviert für Der Fall von Saigon

Der „afrikanische Weltkrieg“ am Äquator

Die vergessenen Kriege um die beiden Kongo-Republiken

Ist die europäische Geschichte schon eine unablässige Folge von Eroberung- und Bürgerkriegen, so waren eine Vielzahl von souveränen Staaten dabei die Akteure und Eindringlinge vom Rand – die Araber, die Türken und Mongolen, die Wikinger – konnten das Kernland nicht beherrschen und wurden im historischen Verlauf zurückgedrängt. Die beiden afrikanischen Republiken, gern nach ihren Hauptstädten benannt, erleben seit Hunderten von Jahren koloniales und neokoloniales Jochund seit ihrer formalen Unabhängigkeit 1960 ununterbrochen Bürger- wie Interventionskriege in einem Ausmaß, die mit der Apokalypse des deutschen Dreißigjährigen Kriegs 1618-48 zu vergleichen wäre, Weiterlesen

Veröffentlicht unter Politik | Kommentare deaktiviert für Der „afrikanische Weltkrieg“ am Äquator