K1 – Siebter Abschnitt

Inhalt:
Lektion 21a: Der Akkumulationsprozess des Kapitals
Lektion 21b: Einfache Reproduktion des Kapitals und der Gesellschaft
Lektion 22: Verwandlung von Mehrwert in Kapital
Lektion 23: Das allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation
Lektion 24: Die sogenannte ursprüngliche Akkumulation
Lektion 25: Die moderne Kolonisationstheorie

Lektion 21a: Der Akkumulationsprozess des Kapitals
Karl Marx, Das Kapital, Einleitung Siebenter Abschnitt, S.589 – 590

Marx gibt nun, bevor er im letzten Abschnitt des „Kapitals“ detailliert den Akkumulationsprozess des Kapitals darlegt, eine knappe Einführung in den bisher erreichten Untersuchungsgegenstand und den Grad der Abstraktionsmethode. „Die Verwandlung einer Geldsumme in Produktionsmittel und Arbeitskraft“, beginnt er und nimmt dabei Bezug auf bereits analysiertes, „ist die erste Bewegung, die das Wertquanta durchmacht, das als Kapital fungieren soll.“ Diese Bewegung „geht vor auf dem Markt, in der Sphäre“ der ach so gleichen und freien „Zirkulation. Die zweite Phase der Bewegung, der Produktionsprozeß, ist abgeschlossen, sobald die Produktionsmittel verwandelt sind in Ware, deren Wert den Wert ihrer Bestandteile (nämlich c+v) übertrifft, also das ursprünglich vorgeschossene Kapital plus eines Mehrwerts (m) enthält.“(589)*)
Und mit diesen Waren betritt der Kapitalist wiederum den Markt, die Zirkulationssphäre, um im Verkauf ihren Wert in Geld zu realisieren, wiederum davon Produktionsmittel und Lohnarbeit zu kaufen und erneut den Produktionsprozess zu starten. Dieser immerwährende Kreislauf „bildet die Zirkulation des Kapitals“ (ebda.), die Gegenstand des Zweiten Buches des Kapitals ist.
„Die erste Bedingung der Akkumulation“ ist so der gelungene Verkauf der neu produzierten Waren und der Rückverwandlung des eingenommenen Geldes wieder in Kapital. „Der Kapitalist, der den Mehrwert produziert, d.h. unbezahlte Arbeit unmittelbar aus den Arbeitern auspumpt und in Waren fixiert, ist zwar der erste Eigner, aber keineswegs der letzte Eigentümer dieses Mehrwerts. … Der Mehrwert spaltet sich“ im Kreislauf des Kapitals „in verschiedene Teile. Seine Bruchstücke fallen verschiednen Kategorien von Personen zu und erhalten verschiedne, gegeneinander selbständige Formen, wie Profit (beim eigentlichen industriellen Kapitalisten), Zins (beim Bankkapital), Handelsgewinn beim Kaufmann), Grundrente (beim Bodeneigentümer) usw. Diese verwandelten Formen des Mehrwerts“(589) sind aber erst Gegenstand des Dritten Buches des Kapitals und hier wird von ihnen abstrahiert.
Hier gilt Marx „der kapitalistische Produzent als Eigentümer des ganzen Mehrwerts oder … als Repräsentant aller seiner Teilnehmer an der Beute.“ Marx betont: „Wir betrachten also zunächst die Akkumulation abstrakt, d.h. als bloßes Moment des unmittelbaren Produktionsprozesses.“ (590)
Denn der „Bruch des Mehrwerts in verschiedne Stücke ändert nichts an seiner Natur noch an den notwendigen Bedingungen, worin er zum Element der Akkumulation wird.“ Denn der industrielle Kapitalist eignet sich immer zuerst den Mehrwert an, bevor er Teile davon an Dritte abtritt. Es gilt: „Was also bei unsrer Darstellung der Akkumulation unterstellt wird, ist bei ihrem wirklichen Vorgang unterstellt.“ Dies ist umso mehr nötig, da andererseits „die Zerspaltung des Mehrwerts und die vermittelnde Bewegung der Zirkulation die einfache Grundform des Akkumulationsprozesses“ verdunkelt. Auch es heißt zur Methode der Behandlung der Akkumulation: „Seine reine Analyse (!) erheischt daher vorläufiges (!) Wegsehn von allen Phänomenen, welche das innere (!) Spiel seines Mechanismus verstecken.“

(ebda.)

Frage zum Verständnis und zur Diskussion:
Weshalb muss bei der Darstellung der Bewegung des Kapitals im ersten Band von der tatsächlichen Gestalt des Kapitalkreislaufes abstrahiert werden?

*) alle Zitate mit Seitenangabe aus Karl Marx, Das Kapital, Erster Band, MEW 23

Lektion 21b: Einfache Reproduktion des Kapitals und der Gesellschaft
Karl Marx, Das Kapital, S.591 – 604

Jedwede Gesellschaft ist zu ihrer Existenz und zum Überleben gezwungen, kontinuierlich zu produzieren, um konsumieren zu können und um einen Teil der Produkte für den neuen Produktionsprozess bereit zu stellen. „In einem stetigen Zusammenhang und dem beständigen Fluß seiner Erneuerung betrachtet, ist jeder gesellschaftliche Produktionsprozeß daher zugleich Reproduktionsprozess.“ Diese simple Wahrheit wird in der kapitalistischen Form, wo „die Reproduktion nur als ein Mittel (wirkt), den vorgeschoßnen Wert als Kapital zu reproduzieren“, zum „sich (selbst) verwertenden Wert.“(591)*) Der im Produktionsprozess anfallende Mehrwert „erhält die Form einer aus dem Kapital entspringenden Revenue“ (=Einkommen)(592), wenngleich er in der einfachen Reproduktion, daher dieser Name, von der Kapitalistenklasse vollständig verkonsumiert und nicht zur Produktionserweiterung eingesetzt wird. Soweit zum Grad der Abstraktion in diesem Kapitel des „Kapitals“.

Marx betrachtet nun in diesem Kapitel vorrangig die Reproduktion der Arbeitskraft, die bekanntlich erst nach erfolgter Arbeitsleistung bezahlt wird. Im Produktionsprozess hat die Arbeitskraft, der Arbeiter, die Waren bereits produziert, das variable Kapital, „bevor es ihm in Form des Arbeitslohns zurückfließt“. „Der Kapitalist zahlt ihm den Warenwert allerdings in Geld. Dies Geld ist aber nur die verwandelte Form des Arbeitsprodukts.“(592) Betrachtet man nun statt dem einzelnen Vorgang Kapitalisten– und Arbeiterklasse, verschwindet die Illusion, „welche die Geldform erzeugt. … Die Kapitalistenklasse gibt der Arbeiterklasse beständig in Geldform Anweisungen auf einen Teil des von der letzteren produzierten und von der ersteren angeeigneten Produkts. Diese Anweisungen“, den Arbeitslohn, „gibt der Arbeiter der Kapitalistenklasse ebenso beständig zurück“, indem er die von ihm selbst produzierten Lebensmittel dem Kapitalisten abzukaufen gezwungen ist. Marx stellt wieder einmal klar: „Die Warenform des Produkts und die Geldform der Ware verkleiden die Transaktion.“(593)
Im Laufe des Prozesses fließt aber auch der Kapitalistenklasse kontinuierlich Mehrwert zu und ersetzt im Laufe der Zeit „jedes (einst vorgeschoßne) Kapital notwendig in akkumuliertes Kapital oder kapitalisierten Mehrwert.“ Früher oder später ist jedes Kapital, ob in Geldform oder in dinglichen Produkten, nichts andres als „unbezahlte fremde Arbeit.“
Im Prozess der einfachen Reproduktion bereits wird die Scheidung zwischen Lohnarbeit und Kapital „stets aufs neue produziert und verewigt als eignes Resultat der kapitalistischen Produktion.“(595) „Der Arbeiter selbst produziert daher beständig den objektiven Reichtum als Kapital, ihm fremde, ihn beherrschende und ausbeutende Macht, und der Kapitalist produziert ebenso beständig die Arbeitskraft als subjektive, von ihren eignen Vergegenständlichungs- und Verwirklichungsmitteln getrennte, abstrakte, in der bloßen Leiblichkeit des Arbeiters existierende Reichtumsquelle, kurz den Arbeiter als Lohnarbeiter. Diese beständige Reproduktion oder Verewigung des Arbeiters ist die unerläßliche Bedingung der kapitalistischen Produktion.“(596)

Nun ist der Konsum des Arbeiters von „doppelter Art.“ In der „individuellen Konsumtion“ gehört der Arbeiter scheinbar sich selbst und fristet durch den weitgefassten Verzehr von Lebensmittel sein Leben, in der „produktiven Konsumtion“ konsumiert er durch seine Arbeit Produktionsmittel „und verwandelt sie in Produkte von höherem Wert“(ebda). „Das Resultat der einen ist das Leben des Kapitalisten, das der andern das Leben des Arbeiters selbst.“ „Innerhalb der Grenzen des absolut Notwendigen ist daher die individuelle Konsumtion der Arbeiterklasse Rückverwandlung der vom Kapital gegen Arbeitskraft veräußerten Lebensmittel in vom Kapital neu exploitierbare (ausbeutbare) Arbeitskraft. Sie ist Produktion und Reproduktion des dem Kapitalisten unentbehrlichsten Produktionsmittels, des Arbeiters selbst.“ (597) Es gilt der Merksatz: „Die beständige Erhaltung und Reproduktion der Arbeiterklasse bleibt beständige Bedingung für die Reproduktion des Kapitals.“(597f) Wird so einerseits „unproduktiv“ das „bedürftige Individuum“ reproduziert, so gleichzeitig andererseits ganz „produktiv“ die für Staat und Kapital „den fremden Reichtum produzierende Kraft“. (siehe 598) „Vom gesellschaftlichen Standpunkt (aus betrachtet) ist also die Arbeiterklasse, auch außerhalb(!) des unmittelbaren Arbeitsprozesses, ebenso Zubehör des Kapitals als das tote Arbeitsinstrument.“(598)
Marx fasst zusammen:
„Der kapitalistische Produktionsprozess reproduziert also durch seinen eignen Vorgang die Scheidung zwischen Arbeitskraft und Arbeitsbedingungen. Er reproduziert und verewigt damit die Exploitationsbedingungen des Arbeiters. Er zwingt beständig den Arbeiter zum Verkauf seiner Arbeitskraft, um zu leben, und befähigt beständig den Kapitalisten zu ihrem Kauf, um sich zu bereichern. … In der Tat gehört der Arbeiter dem Kapital, bevor er sich dem Kapitalisten verkauft. Seine ökonomische Hörigkeit“(603) ist das stabile Fundament des Kapitalverhältnisses.

(vgl.604)

Frage zum Verständnis und zur Diskussion:
Was unterscheidet die Reproduktion des Kapitalisten von der des Lohnarbeiters?

*) alle Zitate mit Seitenangabe aus Karl Marx, Das Kapital, Erster Band, MEW 23

Lektion 22: Verwandlung von Mehrwert in Kapital
Karl Marx, Das Kapital, S.605 – 639

Marx beginnt dieses Kapitel gleich mit einem Merksatz. „Früher hatten wir zu betrachten, wie der Mehrwert aus dem Kapital, jetzt wie das Kapital aus dem Mehrwert entspringt.“ Es gilt: „Anwendung von Mehrwert als Kapital oder Rückverwandlung von Mehrwert in Kapital heißt Akkumulation des Kapitals.“(605)*)
Diese wundersame Vermehrung des Kapitals hängt davon ab, dass das erzeugte Mehrprodukt auf dem Markt in Geld verwandelt werden kann, denn „der Mehrwert … existiert von vornherein als Wert eines bestimmten Teil des Buttoprodukts. Wird dieses verkauft, in Geld verwandelt, so gewinnt der Kapitalwert seine ursprüngliche Form wieder, aber der Mehrwert verwandelt seine ursprüngliche Daseinsweise.“ Nach dieser Operation in der Zirkulationssphäre kann der Kapitalist „die Verfertigung seines Artikels von neuem beginnen, und zwar diesmal auf erweiterter Stufenleiter.“ Warum kann er dies? Weil das Mehrprodukt wie der gesamte geschaffene Wert die Kapitalbestandteile, die für die Produktion nötig sind, enthalten. Marx betont: „Welcher Gebrauch also von dem jährlichen Gesamtprodukt gemacht werden kann, das hängt ab von seiner eignen Zusammensetzung“. „Um zu akkumulieren, muß man einen Teil des Mehrprodukts in Kapital verwandeln. Aber, ohne Wunder zu tun“(606), muss das Mehrprodukt in Form von Produktionsmitteln oder Lebensmittel für die Arbeiter vorliegen. Marx betont: „Mit einem Wort: der Mehrwert ist nur deshalb in Kapital verwandelbar, weil das Mehrprodukt, dessen Wert er ist, bereits die sachlichen Bestandteile eines neuen Kapitals enthält.“ Marx fährt fort: „Konkret betrachtet, löst sich die Akkumulation auf in Reproduktion des Kapitals auf progressiver Stufenleiter.“(607) Mehr Maschinen z.B. und mehr angewandte Arbeitskraft im Produktionsprozess kennzeichnen diesen dynamischen Prozess.
Mit dieser Erweiterung der Produktion, dessen Quelle die Mehrarbeit oder unbezahlte Arbeit der lohnabhängigen Klasse ist, und dies ist Marx wichtig, herauszuarbeiten, „schlägt offenbar das auf Warenproduktion und Warenzirkulation beruhende Gesetz der Aneignung oder Gesetz des Privateigentums durch seine eigne, innere, unvermeidliche Dialektik (!) in sein direktes Gegenteil um. Der Austausch von Äquivalenten … hat sich so gedreht, daß nur zum Schein (!) ausgetauscht wird, indem erstens der gegen Arbeitskraft ausgetauschte Kapitalteil selbst nur ein Teil des ohne Äquivalent angeeigneten fremden Arbeitsproduktes ist und zweitens von seinem Produzenten, dem Arbeiter, nicht nur ersetzt, sondern mit neuem Surplus ersetzt werden muss.“(609) Gelingt es so, „Kapital durch Kapital (zu) erzeugen“(608), so wird der ach so demokratische und gleiche Austauschprozess zwischen Kapitalist und Lohnarbeiter zu einem „Schein, bloße Form, die dem Inhalt selbst fremd ist und ihn nur mystifiziert.“ „Der Inhalt ist, daß der Kapitalist einen Teil der bereits vergegenständlichten fremden Arbeit, die er sich unaufhörlich ohne Äquivalent aneignet, stets wieder gegen größeres Quantum lebendiger fremder Arbeit umsetzt.“(609) War einst das Eigentumsrecht begründet durch eigene Arbeit, so erscheint Eigentum „jetzt auf Seite des Kapitalisten als das Recht, fremde unbezahlte Arbeit oder ihr Produkt“ sich anzueignen und wird „auf Seite des Arbeiters (zur) Unmöglichkeit, sich sein eignes Produkt anzueignen. Die Scheidung zwischen Eigentum und Arbeit wird zur notwendigen Konsequenz eines Gesetzes, das scheinbar von ihrer Identität ausging.“(610) Und dies entspringt nicht aus einer „Verletzung, sondern im Gegenteil aus der Anwendung dieser Gesetze“(ebda.) des Tausches auf dem Arbeitsmarkt. Durch die Akkumulation des Kapitals „kann die Aneignungsweise eine totale Umwälzung erfahren, ohne das, der Warenproduktion gemäße, Eigentumsrecht“(613) umzustossen. Es entsteht mit dem Fortdauer dieser Produktionsweise eine Gesellschaft, „wo der gesellschaftliche Reichtum in stets steigendem Maß das Eigentum derer wird, die in der Lage sind, sich stets aufs neue die unbezahlte Arbeit andrer anzueignen.“
Marx betont eindringlich: „Dies Resultat wird unvermeidlich, sobald die Arbeitskraft durch den Arbeiter selbst als Ware frei verkauft wird. Aber auch erst von da an verallgemeinert sich die Warenproduktion und wird sie typische Produktionsform… Erst da, wo die Lohnarbeit ihre Basis, zwingt die Warenproduktion sich der gesamten Gesellschaft auf; aber auch erst da entfaltet sie alle ihre verborgnen Potenzen.“ Die Eigentumsgesetze der Warenproduktion werden zu Gesetzen „der kapitalistischen Aneignung.“(613) Noch einmal: Im Laufe des kontinuierlichen Produktionsprozesses verwandelt sich bereits bei einfacher Reproduktion mit der Zeit das gesamte vorgeschossene Kapital in akkumuliertes Kapital und dies gilt umso mehr bei der erweiterten Reproduktion, bei der bei sich stetig ausdehnender Produktion immer mehr unbezahlte Arbeit angewandt werden kann und binnen kurz oder lang das gesamte Kapital aus unbezahlter Arbeit entspringt.So ist für die bürgerliche Ökonomie „die Akkumulation des Kapitals (die) erste Bürgerpflicht“(614) und „Warenakkumulation im schatzbildnerischen Sinn reine Narrheit.“(615) Nun wird hier mit der Praxis unterstellt, dass ein Teil des Mehrprodukts vom Kapitalisten konsumiert und nur ein (großer) Teil akkumuliert wird. „Wer aber diese Teilung vornimmt, das ist der Eigentümer des Mehrwerts, der Kapitalist. Sie ist also sein Willensakt.“ Aber „nur soweit der Kapitalist personifiziertes Kapital ist, hat er einen historischen Wert und … historisches Existenzrecht“. „Nur soweit steckt seine eigne transitorische Notwendigkeit in der transitorischen Notwendigkeit der kapitalistischen Produktionsweise. .. Als Fanatiker der Verwertung des Werts zwingt er rücksichtslos die Menschheit zur Produktion um der Produktion willen, daher zu einer Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkräfte und zur Schöpfung von materiellen Produktionsbedingungen, welche allein die reale Basis einer höheren Gesellschaftsform bilden können … Nur als Personifikation des Kapitals ist der Kapitalist respektabel.“ Er ist dabei nur ein „Triebrad“ eines „gesellschaftlichen Mechanismus“, wo die fortwährende Steigerung des industriell angewandten Kapitals eine durch die Konkurrenz aufgezwungene Notwendigkeit darstellt, denn diese „herrscht jedem individuellen Kapitalisten die immanenten Gesetze der kapitalistischen Produktionsweise als äußere Zwangsgesetze auf. Sie zwingt ihn, sein Kapital fortwährend (bei Strafe des Untergangs, KW) auszudehnen, um es zu erhalten (!), und ausdehnen kann es nur vermittelst progressiver Akkumulation.“(618)

Als Ergebnis des Prozesses gilt: „Die Akkumulation ist Eroberung der Welt des gesellschaftlichen Reichtums. Sie dehnt mit der Masse des exploitierten Menschenmaterials zugleich die direkte und indirekte Herrschaft des Kapitalisten aus.“(619) Marx nennt das allgemeine Resultat des Akkumulationsprozesses: „Indem das Kapital sich die beiden Urbildner des Reichtums, Arbeitskraft und Erde(!), einverleibt, erwirbt es eine Expansionskraft(!), die ihm erlaubt, die Elemente seiner Akkumulation auszudehnen jenseits der scheinbar durch seine eigne Größe gesteckten Grenzen(!)“.(630f) Es erscheint „die beständige Aneignung der Mehrarbeit durch den Kapitalisten als beständige Selbstverwertung(!) des Kapitals. Alle Kräfte der Arbeit projektieren sich als Kräfte des Kapitals, wie alle Wertformen des Ware als Formen des Geldes(!).“(634)
Marx fasst zusammen: „Das stets wachsende Gewicht der im lebendigen Arbeitsprozess unter der Form von Produktionsmitteln mitwirkenden vergangnen Arbeit wird also ihrer dem Arbeiter selbst, dessen vergangne und unbezahlte Arbeit sie ist, entfremdeten Gestalt zugeschrieben, ihrer (akkumulierten) Kapitalgestalt.“

(635)

Frage zum Verständnis und zur Diskussion:
Warum ist der Luxuskonsum der „Reichen und Schönen“ ganz und gar nicht respektierlich?

*) alle Zitate mit Seitenangabe aus Karl Marx, Das Kapital, Erster Band, MEW 23

Lektion 23: Das allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation
Karl Marx, Das Kapital, S.640 – 740

Marx bietet uns in diesem Kapitel reichlich historisches Material zur Lage der arbeitenden Klasse im England des 19.Jahrhunderts, genauer gesagt welchen Einfluß „das Wachstum des Kapitals auf das Geschick der Arbeiterklasse ausübt.“(640)*) Er kommt zum Ergebnis: „Je größer der gesellschaftliche Reichtum, das funktionierende Kapital, Umfang und Energie seines Wachstums, also auch die absolute Größe des Proletariats und die Produktivkraft seiner Arbeit, desto größer die industrielle Reservearmee. … Die verhältnismäßige Größe der industriellen Reservearmee wächst also mit den Potenzen des Reichtums. … Je größer endlich die Lazarusschichte der Arbeiterklasse und die industrielle Reservearmee, desto größer der offizielle Pauperismus.Dies ist das absolute, allgemeine Gesetz der kapitalistischen Akkumulation.“(673f)
Mit der Entwicklung der Akkumulation entwickelt sich, nach Marx, tendenziell die Massenarbeitslosigkeit und eine wachsende Schicht von Ausgegrenzten und Marginalisierten. Dies belegt er mit der Entwicklung in England zu seiner Zeit. Als allgemein gültiges Gesetz der Akkumulation müßte dies auch für heute gelten. Und in unserer globalisierten Welt finden sich genug Argumente für die nach wie vor Wirksamkeit dieses allgemeinen Gesetzes der kapitalistischen Akkumulation. Inwiefern dieses barbarische Gesetz heute in den entwickelten kapitalistischen Gesellschaften modifiziert oder gar durch die Politik aufgehoben wird, sei der Diskussion überantwortet.Wir können in diesem 23. Kapitel uns mit wichtigen Marxschen Begriffen vertraut machen. Die organische Zusammensetzung des Kapitals (640) bezeichnet die Wechselwirkung zwischen wertmäßiger und technischer Zusammensetzung des Kapitals, das Verhältnis von toter zu lebendiger Arbeit. Je größer die Produktivkraft der Arbeit, je mehr Arbeits- und Produktionsmittel durch die lebendige Arbeit konsumiert wird, desto kleiner wird relativ der Anteil des Werts der Arbeitskraft und steigt der des konstanten Kapitalwerts. War in unserem Beispiel c=20 und v=10, so mag im Verlauf sich c auf 80 und v auf 20 erhöhen. Im absoluten Wachsen des Kapitals von 30 auf 100 erhöht sich trotz Verdoppelung von v auf 20 das Verhältnis von c:v auf 4:1. Nun mag sich hinter dem v sowohl eine Vergrößerung der Arbeiteranzahl als auch eine individuelle Steigerung des Werts der Arbeitskraft verbergen. Die „goldene Kette“(646), mit der die Lohnarbeit ans Kapital gefesselt ist, bleibt davon unberührt. Marx drastisch über die Akkumulation: „Wie der Mensch in der Religion vom Machwerk seines eignen Kopfes, so wird er in der kapitalistischen Produktion vom Machwerk seiner eignen Hand beherrscht.“(649)
Nun entwickeln sich im Fortgang der Akkumulation die individuellen Kapitale trotz aller Tendenz zur Nivellierung durch die Zwangsgesetze der Konkurrenz unterschiedlich, manche wachsen schneller, neue Kapitalisten betreten die Bühne, andere verschwinden. Es gilt aber: „Jedes individuelle Kapital ist eine größere oder kleinere Konzentration von Produktionsmitteln mit entsprechendem Kommando über eine größere oder kleinere Arbeiterarmee.“(653) „Die wachsende Konzentration der gesellschaftlichen Produktionsmittel in den Händen individueller Kapitalisten“(653f) ist trotz Gegentendenzen ein dominierendes Merkmal der kapitalistischen Entwicklung.
Es verschwinden aber auch Kapitalisten vom Markt, andere schließen sich zusammen. Es erfolgt „Konzentration bereits gebildeter Kapitale, Aufhebung ihrer individuellen Selbständigkeit, Expropiation von Kapitalist durch Kapitalist, Verwandlung vieler kleineren in weniger größere Kapitale.“ Die „Zentralisation“(654) des Kapitals beschleunigt sich durch die Entwicklung von „Konkurrenz und Kredit, die beiden mächtigsten Hebel der Zentralisation.“(655) Gerade heute im Zeitalter der Fusionen und Übernahmen von Firmen gewinnt die Zentralisation als eine der Haupttendenzen der Kapitalakkumulation an Bedeutung.

Nun wenden wir uns wieder der Seite der Lohnarbeit zu. Im allgemeinen Gesetz der Akkumulation haben wir gelernt, dass beständig eine „für die mittleren Verwertungsbedürfnisse des Kapitals überschüssige, daher überflüssige oder Zuschuß-Arbeiterbevölkerung“(658) geschaffen wird. Diese „Surplusarbeiterpopulation“ wird zur „Existenzbedingung der kapitalistischen Produktionsweise. Sie bildet eine disponible industrielle Reservearmee“.(661) Ganz modern: „Die Verdammung eines Teils der Arbeiterklasse zu erzwungnem Müßiggang durch Überarbeit des andren Teils und umgekehrt, wird Bereicherungsmittel des einzelnen Kapitalisten“(665). „Die Bewegung der Gesetze der Nachfrage und Zufuhr von Arbeit“, die Bewegung des Arbeitslohnes, „vollendet die Despotie des Kapitals.“(669)
Und die Realität zeigt es: „Der tiefste Niederschlag der relativen Übervölkerung endlich behaust die Sphäre des Pauperismus, … kurz dem eigentlichen Lumpenproletariat“(673). „Die Akkumulation von Reichtum auf dem einen Pol ist also zugleich Akkumulation von Elend, Arbeitsqual, Sklaverei, Unwissenheit, Brutalisierung und moralischer Degradation auf dem Gegenpol, d.h. auf Seite der Klasse, die ihr eignes Produkt als Kapital produziert.“(675)
Die kapitalistische Akkumulation zeigt seinen „antagonistischen Charakter“(ebda.). Andrerseits vergrößern sich die Unterschiede in der Bezahlung der Lohnarbeit und, im Vorgriff zu Lenin, entsteht eine „Aristokratie“ des „bestbezahlten Teils der Arbeiterklasse“(697). Vom Lumpenproletariat bis hin zur Arbeiteraristokratie differenziert sich so die Klasse der auf Lohnarbeit angewiesenen im Prozess der Akkumulation des Kapitals aus!

Frage zum Verständnis und zur Diskussion:
Gilt heute noch das allgemeine Gesetz der kapit. Akkumulation, national oder global?

*) alle Zitate mit Seitenangabe aus Karl Marx, Das Kapital, Erster Band, MEW 23

Lektion 24: Die sogenannte ursprüngliche Akkumulation
Karl Marx, Das Kapital, S.741 – 791

Einen, für viele den Höhepunkt des „Kapitals“ stellt das 24. Kapitel dar, indem Marx uns nicht nur an einem geschichtlichen Diskurs über die Entstehung der kapitalistischen Produktionsweise teilnehmen lässt, sondern auch die historischen Grenzen dieser Produktionsweise umreißt. Wer kann, sollte dieses Kapitel unbedingt im Original lesen; jede Zusammenfassung verkrüppelt diesen großartigen Text. Die folgenden Zeilen sind also unter Vorbehalt entstanden und zu lesen.

Was für die christliche Theologie der Sündenfall im Paradies, ist für die politische Theorie zu Marxens Zeiten die sogenannte ursprüngliche Akkumulation (siehe 741)*). Was mußte geschehen, dass die einen „Reichtum akkumulierten und die letztren schließlich nichts zu verkaufen hatten als ihre eigne Haut.“(741) Kapitalist und Lohnarbeiter fallen schließlich nicht vom Himmel. Wodurch sind sie gesellschaftlich entstanden? Am Beispiel Englands bringt uns Marx diese Geschichte nahe. „Zweierlei sehr verschiedne Sorten von Warenbesitzern müssen sich gegenüber und in Kontakt treten, einerseits Eigner von Geld, Produktions- und Lebensmitteln …; andrerseits freie Arbeiter… Freie Arbeiter in dem Doppelsinn, daß weder sie selbst unmittelbar zu den Produktionsmitteln gehören…, noch auch die Produktionsmittel ihnen gehören, … sie davon vielmehr frei, los und ledig sind.“ „Der Prozeß, der das Kapitalverhältnis schafft, kann also nichts andres sein als der Scheidungsprozess des Arbeiters vom Eigentum an seinen Arbeitsbedingungen … Die sog. ursprüngliche Akkumulation ist also nichts als der historische Scheidungsprozeß von Produzent und Produktionsmittel.“ Dies zeigt uns Marx wie gesagt am Beispiel Englands und in dieser „wirklichen Geschichte spielen bekanntlich Eroberung, Unterjochung, Raubmord, kurz Gewalt die große Rolle.“(742) Aber, wie wir wissen, nicht nur im historischen England, sondern, modifiziert zwar, immer da, wo die kapitalistische Produktionsweise sich durchsetzt. Es geht um die Enteignung der herkömmlichen Besitzer, der kleinen Bauern, Handwerker und Händler. „Und die Geschichte dieser ihrer Expropriation ist in die Annalen der Menschheit eingeschrieben mit Zügen von Blut und Feuer.“(743) „Historisch epochemachend in der Geschichte der ursprünglichen Akkumulation sind alle Umwälzungen, die der sich bildenden Kapitalistenklasse als Hebel dienen; vor allem aber die Momente, worin große Menschenmassen plötzlich und gewaltsam von ihren Subsistenzmitteln losgerissen und als vogelfreie Proletarier auf den Arbeitsmarkt geschleudert werden.“(744) Und dieser Übergang ist alles andere als selbst bestimmt und freiwillig. „So wurde das von Grund und Boden gewaltsam expropriierte, verjagte und zum Vagabunden gemachte Landvolk (am Beispiel England) durch grotesk-terroristische Gesetze in eine dem System der Lohnarbeit notwendige Disziplin hineingepeitscht, -gebrandmarkt, -gefoltert.“ Erst im „Fortgang der kapitalistischen Produktion entwickelt sich eine Arbeiterklasse, die aus Erziehung, Tradition, Gewohnheit die Anforderungen jener Produktionsweise als selbstverständliche Naturgesetze anerkennt … der stumme Zwang der ökonomischen Verhältnisse besiegelt die Herrschaft des Kapitalisten über den Arbeiter. Außerökonomische, unmittelbare Gewalt“ durch die „Staatsgewalt“(765) steht fundamental am Anfang des Prozesses (und bleibt immer latent drohend im Fortgang der kapitalistischen Produktionsweise). Die barbarische Geschichte des Kapitalismus beginnt in der Neuzeit mit der „Entdeckung der Gold- und Silberländer in Amerika, die Ausrottung, Versklavung und Vergrabung der eingebornen Bevölkerung in die Bergwerke, die beginnende Eroberung und Ausplünderung von Ostindien, die Verwandlung von Afrika in ein Geheg zur Handelsjagd auf Schwarzhäute“. Dies ist „die Morgenröte der kapitalistischen Produktionsära.“ Es ist „die Staatsmacht, die konzentrierte und organisierte Gewalt der Gesellschaft“, die „den Verwandlungsprozeß der feudalen in die kapitalistische Produktionsweise treibhausmäßig“ befördert und „Übergänge“(779) abkürzt. Marx stellt kategorisch und allgemeingültig fest: „Die Gewalt ist der Geburtshelfer jeder alten Gesellschaft, die mit einer neuen schwanger geht. Sie selbst ist eine ökonomische Potenz.“ (779) „Wenn das Geld … mit natürlichen Blutflecken auf einer Backe zur Welt kommt, so das Kapital von Kopf bis Zeh, aus allen Poren, blut- und schmutztriefend.“(788)

Und dies gilt nach Marx eben für jede gesellschaftliche Form der Organisation der Produktion des Lebens der Gesellschaft. „Auf einem gewissen Höhegrad (der gesellschaftlichen Entwicklung) bringt sie die materiellen Mittel ihrer eignen Vernichtung zur Welt. … Sie muß vernichtet werden, sie wird vernichtet.“(789) Die Expropriation der unmittelbaren Produzenten umreißt die „Vorgeschichte des Kapitals.“ Im Fortgang der Entwicklung, der Konzentration und Zentralisation des Kapitals, gilt: „Je ein Kapitalist schlägt viele tot.“(790) Es „wächst die Masse des Elends, des Drucks, der Knechtschaft, der Entartung, der Ausbeutung, aber auch die Empörung der stets anschwellenden und durch den Mechanismus des kapitalistischen Produktionsprozesses selbst geschulten, vereinten und organisierten Arbeiterklasse. Das Kapitalmonopol wird zur Fessel der Produktionsweise“(790f). „… die kapitalistische Produktion erzeugt mit der Notwendigkeit eines Naturprozesses ihre eigne Negation.“ War die erste Negation die Enteignung der unmittelbaren Produzenten, so ist die „Negation der Negation“ die „Expropriation weniger Usurpatoren durch die Volksmasse.“(791) Dann beginnt eine neue Geschichte!

Frage zum Verständnis und zur Diskussion:
Hat die Geschichte seit der Niederschrift des „Kapitals“ a) Marx nicht widerlegt und zeigt nicht b) die sog. ursprüngliche „sozialistische“ Akkumulation in der Sowjetunion, dass Marx mit seiner Einschätzung der Rolle der Gewalt in der Geschichte doch (leider) recht hat?

*) alle Zitate mit Seitenangabe aus Karl Marx, Das Kapital, Erster Band, MEW 23

Lektion 25: Die moderne Kolonisationstheorie
Karl Marx, Das Kapital, S.792 – 802

Mit dem 24.Kapitel kam der erste Band des „Kapitals“ zu einem Höhe- und Endpunkt. Doch Marx entlässt uns noch nicht in die Praxis nach anstrengender Lektüre, sondern schiebt noch ein kleines Kapitel zur Auseinandersetzung mit der „Kolonisationstheorie“ nach. Es geht noch einmal um die Verwechslung der zwei großen Sorten Privatkapital durch die Apologeten des Kapitals, „wovon das eine auf eigner Arbeit des Produzenten beruht, das andre auf der Ausbeutung fremder Arbeit.“ „Im Westen von Europa … ist der Prozeß der ursprünglichen Akkumulation mehr oder minder vollbracht“ und damit der Untergang der selbständigen Produzenten. „Anders in den Kolonien. Das kapitalistische Regiment stößt dort überall auf das Hindernis des Produzenten, welcher als Besitzer seiner eignen Arbeitsbedingungen sich selbst durch seine Arbeit bereichert statt den Kapitalisten.“(792)*) Der Siedlungskolonialismus mit der Landnahme durch die vielen Einwanderer aus dem alten Europa bildet ein Hindernis, so beklagt ein gewisser Wakefield, den wir heute nicht mehr kennen müssen, für die Durchsetzung und Ausbreitung des Kapitalverhältnisses, das ja die massenhafte Existenz des doppelt freien Lohnarbeiters voraussetzt. Denn, dies betont Marx immer wieder, „dass das Kapital nicht eine Sache ist, sondern ein durch Sachen vermitteltes Verhältnis zwischen Personen.“(793) Noch einmal: „die Expropriation der Volksmasse von Grund und Boden bildet die Grundlage der kapitalistischen Produktionsweise. Das Wesen einer freien Kolonie besteht umgekehrt darin, dass die Masse des Bodens noch Volkseigentum ist und jeder Ansiedler daher einen Teil davon in sein Privateigentum und individuelles Produktionsmittel verwandeln kann“(795). Also findet eine der ursprünglichen Akkumulation des Kapitals gegenläufige Bewegung durch die Anfänge des Siedlungskolonialismus von den USA bis Australien statt. „Wie nun“ aber, fragt Marx mit Wakefield, „den antikapitalistischen Krebsschaden der Kolonien heilen?“(799) Dadurch, dass man die Auswanderung massiv fördert und die freie Landnahme gesetzlich einschränkt. Durch die Förderung der „raschesten Zentralisation des Kapitals … (geht dort, in der Neuen Welt) die kapitalistische Produktion mit Riesenschritten voran“.(801) Und es gilt auch für die Neue Welt: „kapitalistische Produktions- und Akkumulationsweise, also auch kapitalistisches Privateigentum, bedingen die Vernichtung des auf eigner Arbeit beruhenden Privateigentums“(802).

Damit ist unser Kapitalkurs über den ersten Band des „Kapitals“ an sein Ende gekommen. Statt eines Fazits möchten wir die meistzitierteste Stelle aus dem erste Band als Schlusspunkt setzen, obgleich dieses Zitat nicht von Marx selber stammt, sondern von ihm zur Untermauerung seiner Analysen angeführt wird. Aus der Zeitung „Quarterly Reviewer“ zitiert Marx einen T.J.Dunning, der schreibt:

„Kapital flieht Tumult und Streit und ist ängstlicher Natur. Das ist sehr wahr, aber doch nicht die ganze Wahrheit. Das Kapital hat einen horror vor Abwesenheit von Profit …, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens. … Beweis: Schmuggel und Sklavenhandel.“

(Seite:788, Anm.250)

*) alle Zitate mit Seitenangabe aus Karl Marx, Das Kapital, Erster Band, MEW 23

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