„Make America Great Again“

D.J. Trump als Inkarnation „unmöglicher“ US-Präsidenten

1205Die Aufregung über den „Soziopathen“ (ARD) D.J. Trump außerhalb der USA nimmt paranoide Züge in der „Lügenpresse“ an, und diese sind durchaus ahistorisch. Wer die USA als Hort der Freiheit“ und der „Demokratie“ preist, verkennt, dass es ein Bündnis aus sklavenhaltenden männlichen Großgrundbesitzern, Abenteurern und reichem Bürgern war, das sich die Unabhängigkeit erkämpfte. Das Glücksversprechen der US-Verfassung galt nur für sie selber, nicht für Arme, Zuwanderer und Sklav*innen. Gerade die amerikanische Geschichte ist ein Lehrbuch über die Erkenntnis, dass nur durch den Widerstand und die Kämpfe der „Unterdrückten“ die Erklärung der Menschenrechte und das Demokratieversprechen der Verfassung mit Leben erfüllt wird.

Der Gründungsvater und erster Präsident George Washington war nicht nur General im Befreiungskrieg, sondern ein großer Slklavenhalter (lt. Wikipedia besaß er 390 Sklav*innen). Er ist die frühe Verkörperung des Zusammenspiels von.Reichtum und Militär. Thomas Jefferson wurde 1800 in eiem der am aggressivsten geführten Wahlkämpfe in der Geschichte Präsident und in seine erste Amtszeit fiel der Erwerb der frz. Kolonie Louisiana von Napoleon für 15 Mio $, ein Schnäppchen im Sinne von Trump. Das Staatsgebiet der USA verdoppelte sich. James Monroe führte nicht nur Kriege gegen die Indianer, bekannt wurde er durch die sog. Monroe-Doktrin 1823 mit der Parole „Amerika den Amerikanern“. Die westliche Hemisphäre wurde zum Einflußgebiet der USA. Die Dokktrin sollte diverse militärische Interventionen in Lateinamerika in der Zukunft legitimieren. James K. (wer?) Polk (1845-49) sah sich im „göttlichen Auftrag zur Expansion“ und eroberte von Mexiko den gesamten Südwesten. Die Inbesitznahme des „wilden Westens“, der Landraub und Völkermord an der indianischen Bevölkerung ist mit dem Ende des 19. Jahrhunderts abgeschlossen und mit dem späten Kriegseintritt der USA in den Weltkrieg endet die protektioniistische und isolationistische Gründungsphase der Vereinigten Staaten. Mit Warren G. Harding in der Zwischenkriegsphase verbunden ist der Marktradikalismus, die konsequente Nichteinmischung in die (monopolistische) Wirtschaft und die Negation jeder Sozialpolitik. Dies gilt auch für seine Nachfolger Calvin Coolidge (1923-29) und Herbert Hoover (1929-33), mit dem die Massenverelendung durch die Weltwirtschaftskrise verbunden ist. Franklin D. Roosevelt (1933-45) führt die USA im Zweiten Weltkieg niccht nur zur Supermacht und zum weltpolitischen Herrschaftsanspruch des „american way of life“, er beendet auch die Herrschaft des Liberalismus und führt Elemente einer keynesianisch inspirierten Wirtschafts- und Sozialpolitik ein. Die USA sind nun das Vorbild der „freien“ Welt des „Westen“ – von Krieg (Truman,Korea) zu Krieg (Kennedy, Cuba/Vietnam).

Mit Richard Nixon (1969-74) tritt ein würdiger Vorgänger vin D. Trump auf die Kriegsbühne nach Innen wie Außen ( Vietnam/Laos//Kambodscha), dessen krimineller ordinärer Charakter („Watergate“) selbst für den Mainstream unerträglich wurde und er zum Rücktritt gezwungen wurde. Für die 68er Generation war dies ein Sieg über den alltäglichen „Faschismus“ der USA. Nach einer kurzen Zwischenzeit, in der die USA ihre Wunden wegen der Vietnam-Niederlage leckten (Ford/Carter) und die iranische Revolution und der Einmarsch der SU in Afghanistan die USA vorführten, kommt 1981 mit Ronald Reagan der „überzeugte Antikommunist“ (wikipedia) und „roll back“ Krieger an die Macht, der den Kommunismus „mit einem Winseln“ beenden will und rund um den Erdball (Contra-Stellvertreterkriege) die Macht der USA voll zur Geltung bringt, so dass die Sowjetunion kollabiert. Innenpolitisch leiten die „Reaganomics“ die Zerschlagung des Sozialstaates und der Rechte der arbeitenden Bevölkerung ein. Der „Raubtierkapitalismus“ ist geboren.

Seine Nachfolger George Bush und Bill Clinton bringen das neoliberale Zeitalter der Globalisierung zur Vollendung und weltweit startet das Rattenrennen um die voderen Plätze im „Empire“. Der Sohn von Bush, George W. (2001-09) erklärt den weltweiten „Krieg gegen den Terror“ und leitet innen- wie au0enpolitisch den Niedergang der USA ein. Auf dem Höhepunkt der beschönigend Finanzkrise genannten Weltwirtschaftskrise von 2009 kommt mit dem „Mulatten“ Barack Obama, gleich geehrt mit dem Friedensnobelpreis, eine Heilsfigur ins Wei0e Haus, der die weltweiten Kriege der USA, die staatliche Folterverordnung, die Armut und die vielfältigen Diskriminierungen beenden will und auf allen Ebenen, trotz Unterstützung des „anderen“ Amerika, scheitert.

Mit Donald J. Trump tritt am 20. Januar 2017 ein Politiker scheinbar „neuen Typs“ das Amt des US-Präsidenten an, der auf sich all die häßlichen Züge des Yankees vereint und doch, siehe oben, nur eine Weiterentwicklung einer finsteren Linie der US-Präsidenten seit Washington ist. Das spezifisch neue an ihm – in den Augen der „westlichen“ Wertewelt verkörpert er alles denkar häßliche und schlechte. Er ist gleichzeitig antiliberaler Protektionist, hemmungsloser Militarist, superreicher Bauspekulant ud Oligarch, Chauvinist, Sexist, weißer Rassist und nicht zuletzt Verächter von allem Schwachem, der Antityp des „loosers“. Sein baldiges Scheitern wird in unseren Medien prognostiziert, geradezu herbeigesehnt. Auch einen Adolf Hitler hielt die traditionelle politische Klasse für einen durchgeknallten Irren, der nicht lange an der Macht sein dürfte.

Selbst der Wahlkampf-Slogan Make America Great Again ist keine Trumpsche Erfindung, sondern wurde erstmals 1980 vom „Schauspieler“ und bekennenden Reaktionär Ronald Reagan kreiert..Was Trump am meisten von der westlichen Wertegemeinschaft angekreidet wird, ist seine erklärte Nichtfeindschaft zu W. Putin, in den Augen unserer Kalten Krieger der „Böse“ schlechthin. Mit dem scheidenden Barack Obama zog der Glaube an das „Gute“ als Intermezzo der US-amerikanischen Geschichte ins Weße Haus und in die Gemüter aller „Gutmenshen“. All den Diskriminierten, den Farbigen, den Frauen, den Homosexuellen sollte geholfen werden. Vergessen wurde vom strikt neoliberalen Obama der werktätige Normalbürger. Am Ende erleben die USA mehr Rassismus und mehr gesellschaftliche Verwerfungen. D. Trump ist so die logische politische Negation. Wohl bekomm´s!

Nachtrag 28.01.2017:
Donald Trumps Zwang zum Protektionismus

Von den schäumenden Vertretern des Anti-Trump-Mainstreams werden vieri Bereiche genannt, die den 45. Präsidenten der USA diskreditieren: Seine fehende Wahrheitsliebe, seine fehlende Distanz zum russischen Präsidenten, sene political incorrectness und, was die neoliberale Blase am meisten aufregt, seine antiliberalistische protektionistische Grundhaltung zum Weltmarkt.
Warum feiern die Aktien- Börsen in den USA den Trump mit neuen All-Zeit-Hochs und warum ist der US-$ so fest?

Seit den 80er Jahren spricht der gebildete Ökonom vom „Staubsauger USA“, welcher die Exporte der übrigen Welt ansaugt und gigantische Außenhandelsdefizite und ein verzerrtes globales Wirtschaftsgefüge schafft. Wie groß das Trump hinterlassene Erbe ist, zur Kenntnisnahme:
Laut letzter Erhebung zählt der Außenhandel der USA sagenhafte 3,332 Bio $ oder 20,8 % des gesamten Welthandels.(siehe wikipedia.org) bei kontinuierlich fallender Tendenz seit 1948. Betrachten wir als erster den Handel der USA in Mrd. mit der Nafta-Zone.

Tabelle: Außenhandelsbilanz Nafta in Mrd. $
…………Export……Import……Defizit……..Anteil
Canada…245,6……..254,8……..9,2……….15,8%
Mexiko…211,8……..270,6…….58,8……….14,5%
Total… 457,4……..525,4…….68,0……….30,3%

Fast ein Drittel seines Außenhandels tätigen die USA mit den beiden Nachbarstaaten, wobei das hochentwickelte Canada, siehe die Begeisterung auf beiden Seiten über die Dekrete Trumps zum neuen Pipeline-Bau, nicht im Fokus steht. Das Objekt derr Bestrafung ist das Schwellenland Mexiko, das nicht nur die illegale Einwanderung in die USA duldet, siehe Trumps Grenzmauerplan, sondern als Billiglohnland eines der globalen Fabriken für den US-Markt abgibt und für den Binnenmarkt der USA fertigt.
Wie groß ist der Würgegriff für die „Werkbank USA“ nun insgesamt? Exporten von 1.327,9 Mrd. stehen Importe von 2.000,5 Mrd. gegenüber. Das Defizit liegt somit bei 672,6 Mrd. US-$. Dises Summe iist die Basis für eine zusätzliche Akkumulation vn Kapital außerhalb der USA oder wie Trump es sieht, Reichtumsgenerierung auf Kosten der USA-Industrie. Mexiko ist aber nur ein Buhmann neben anderen.

Ein Überblick:
Land………Exportüberschuss in die USA .
China…………319,3 (!)
Japan………….62,4
Deutschland…….59,6
Ireland………..32,7
Südkorea……….26,5
Italien………..25,5
Indien…………23,0
Frankrech………20,2

Wir sehen, auf wenige Länder, Industrie- wie Schwellenländer entfällt das Gros (93 %) des Ungleichgewichts. Die USA überschwemmen mit den Defizit-Dolars die Welt und der Aufstieg Chinas, Japans, Südkoreas ode auch Irelands ist so das Musterbeispiel für den neoliberalen Ansatz der bedingungslosen Entwicklung des Exporpotenzials. Ebenso die Konzentration der USA auf die weltweite Beherrschung der vielschichtigen IT-Märkte. Nun erklärt Trump, dass er diese Ausplünderung der USA beendet.Sein Slogan nach der Wahl: „America first! America first.“ Nach Innen will er ganz in der Tradition des Liberalismus die Profitabilität der Konzerne erhöhen und durch eine Re-Industrialisierung den traditionell weißen „blue collar workers“ wieder den „american dream“ verwirklichen. Nach Außen will die Militärmacht USA in Verbindung mit einer isolationistisch-protektionistischen Note wieder Spermacht werden. Diie ersten Tage seiner Präsidentschaft lassen seine multikulti-liberalen Widersacher erzittern. China wird, siehe Zahlen, der Hauptgegner sein. Australien, nach dem Ausstieg Trumps aus dem TPP, schlägt schon den Einstieg Pekings vor.. Wohl bekomm’s!

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