Liebe Leser*innen,

mein körperlicher Verfall (ALS) zwingt mich, meinen blog in bisheriger Form einzustellen. Ich werde – so die  Kraft vorhanden – gelegentlich die Seiten pflegen und den einen oder anderen neuen Artikel einstellen.

Karl Wild, Potsdam 03. August 2017

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Das Armageddon der USA

Jahrestag der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki

Aus eurozentristischer, vorherrrschender Sichtweise war der 2. Weltkrieg schon Geschichte und die „großen Drei“ Churchill/Attlee, Truman und Stalin trafen sich zur Neuordnung der Welt im Schloss Cecilienhof der preussischen Residenzstadt Potsdam, da stand der Krieg im Pazifik gegen den „anderen“ Kriegstreiber Japan erst vor der Entscheidung. Und Ende Juli 45 wurden auf der „Potsdamer Konferenz“ zwei wichtige Entscheidungen gefällt: Weiterlesen

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Der Sechs-Tage-Krieg 1967

Beispiel für den langen Kampf um den Nahen Osten

Kein Konflikt auf diesem Planeten hat eine solche Medienpräsenz wie der zwischen Israel und den Palästinenser*innen und zu keinem Konflikt wird so leidenschaftlich Position in den Medien bezogen. Vor allem antijüdische Ressentiments bezichtigen den Zionismus als den Schurken im Konflikt um den Nahen und Mittleren Osten. Die Solidarät mit den Palästinenser*innen geht bekanntlich hin bis zur Aufforderung, den jüdischen Staat Israel zu vernichten. Angesichts der deutschen Geschichte fällt eine Positionierung schwer oder sollte zumindest schwer fallen. Weiterlesen

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Der 17. Juni 1953

Ein deutsches Datum im Kalten Krieg

1 Die deutsche Spaltung als „Preis der Freiheit“

Der Zweite Weltkrieg war in Europa noch nicht zu Ende (1), da mussten die drei großen Alliierten, auf der einen Seite das „Empire“ UK und die neue Hegemonialmacht USA, auf der anderen die stalinsche UdSSR, ihrem antagonistischen Gegensatz – hi „Totalitarismus“, da „freedom and democracy“ – im Systemgegnsatz Ost-West Gestalt geben und die Welt untter den beiden Lagern aufteilen. (2) Weiterlesen

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Voting for Change!

Die Krise der „rechten“ Sozialdemokratie
„Denk ich an die Sozis in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht“ (frei nach Heinrich Heine)
War der Brexit 2016 – bekanntlich durch eine der atypischen seltenen Volksbefragunngen im parlamentarische System auf den Weg gebracht – ein unheilsamer Schock für die übrigen 27 EU-Mitglieder, so wollte die britische PM May durch die vorgezogenen Parlamentswahlen vom 08. Juni 2017 die Ernte einfahren und die heterogene fragile Brexit-Mehrheit im Volk in eine stabile konservative Mehrheit in Wesrminister umwandeln, um in den Austrittsverhandlungen im entzürnten Brüssel ob des von allen „guten Geistern verlassenem UK“ eine starke Position innezuhaben. Weiterlesen

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„Und bist Du nicht willig, so brauch ich …“

Gewalt. Zur „Frauenfrage“ aus männlicher Sicht

Was denn Gewalt sei, deren Deutung unterliegt wie alle Kategorien dem gesellschaftlichen Wandel im Fluß der Zeit. Die Marxschen „gewaltförmigen Verhältnisse“, zu seiner Zeit in der Mitte des 19. Jahrhunderts vieldeutg gefasst, als neben der Lohnsklaverei in der entwickelten Welt noch in weiten Teilen die Sklaverei des „schwarzen Mannes“ neben der Kolonialgewalt anzutreffen war, Weiterlesen

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Lenin-Zitat des Jahres

„Eine revolutionäre Situation gibt es dann, wenn die oben nicht mehr können und die unten nicht mehr wollen“.

Oder:

 „Die Unmöglichkeit für die herrschenden Klassen, ihre Herrschaft in unveränderter Form aufrechtzuerhalten; eränderter Form aufrechtzuerhalten; diese oder jene Krise der ‚Spitzen‘, Krise der Politik der herrschenden Klasse, die einen Riß erzeugt, durch den die Unzufriedenheit und Empörung der unterdrückten Klassen hervorbricht.“nds der unterdrückten Klassen über das gewohnte Maß hinaus.“

„Verschärfung der Not und des Elends der unterdrückten Klassen über das gewohnte Maß hinaus.“

„Beträchtliche – aus den angeführten Ursachen sich herleitende Steigerung der Aktivität der Massen, die durch die Verhältnisse der Krise zur […] selbständigen historischen Aktion herangezogen werden.“

Lenin: Der Zusammenbruch der II. Internationale. S. 11f., Prot. I, S. 633

 

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Weltmacht Germania

Ein Essay

Was beim ersten Mal katastrophal endete, beim zweiten Mal in den Untergang führte, wird, aller guten Dinge sind deren drei, nun endgültig gelingen: Die Zeichen stehen gut!“

Deutschland war ein zu Spätgekommener in der Entwicklung der kapitalistischen Produktionsweise und der nationalstaatlichen Formierung. Erst ab 1871, nach dem gewonnenen Krieg gegen Frankreich, stieg Deutschland unter Bismarck und dem Kaiser zu einer ökonomischen und politischen Großmacht auf und forderte spezifisch aggressiv ihm angeblich zustehende Rechte, wie die Teilhabe am Kolonialbesitz, ein. Weiterlesen

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Unternehmen „Barbarossa“

Der Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion und der Kriegsverlauf 1941-45

I. Am Vorabend der Götterdämmerung

Prolog

Hittlers Kriegsabsicht zur Revanche des verlorenen 1. Weltkrieges stand früh in Grundzügen fest („Mein Kampf“, 1923) und bereits 1933 kurz nach der Machtergreifung stimmte er seine Kriegspläne mit der Führung der durch den Versaliller Vertrag gefesselten Reichswehr („100.000 Mann-Heer“) ab. Im Sommer 1940 war die durch die Geheimprotokolle im Anhang des Molotow-Ribbentrop-Freundschaftsvertrages vom Ende August zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion getroffene Aufteilung Weiterlesen

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Das Jahr der Revolutionen

Teil I: Sturz des Zaren in der Februarrevolution von 1917

Vorgeschichte

rotarmistRussland, am Rande Europas, doch engt verwoben mit der europäischen Entwicklung, war Mitte des 19. Jahrhunderts schreiend rückständig, wenngleich auch der Adel die französische Sprache pflegte und seinen Blick nach Westen richtete..Ein Wesenszug des 19. Jahrhunderts war die beständige Expansion „Mütterchen“ Russlands nach Süden (Kaukasus) gegen das Osmanische Reich, Richtung Westen ( Polen, Moldawien) und nach Mittelasien. Die Rückständigkeit des seine Grenzen noch nicht kennenden Reiches nahm so weiter zu. Die Zäsur war der Krimkrieg von 1853 bis 1856. Eine Allianz aus Großbritannien, Frankreich, dem Osmanischen Reich und Österreich kämpfte gegen die seit 1815 bestehende Vorherrschaft Russlands in Europa nicht nur auf der Krim selbst, sondern auch auf dem Balkan (Serbien), in der Ostsee, im Weißen Meer, im Pazifik und im Schwarzen Meer. See- und Landstreitkräfte Russlands erwiesen sich als hoffnungslos veraltet. Weiterlesen

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Marx-Zitate des Monats

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„Die Klasse, welche die herrschende materielle Macht der Gesellschaft ist, ist zugleich ihre herrschende geistige Macht.“

„Es ist nicht das Bewußtsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewußtsein bestimmt.“

 

 

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Imperiale Machtpolitk im 21. Jahrhundert

I. Die Verbreitung von „freedom and democracy“

Seit der Entfaltung der kapitalistischen Produktionsweise, eine Entwicklung, die nach Jahrhunderten zählt und die erkennbar bei weitem noch nicht abgeschlossen ist, hat die Einbeziehung zu erschließender zurück gebliebener Territorien durch ökonomisch überlegene imperiale Mächte eine unheilvolle Tradition. Dies fand seine Begründung immer auch durch die Berufung auf „höhere“ Werte – Missionierung durch das Christentum und Verbreitung der überlegenen „westlichen“ Zivilisation -, um die profanen Ziele der Profitmaximierung nicht zu vordergründig erscheinen zu lassen. Weiterlesen

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„Make America Great Again“

D.J. Trump als Inkarnation „unmöglicher“ US-Präsidenten

1205Die Aufregung über den „Soziopathen“ (ARD) D.J. Trump außerhalb der USA nimmt paranoide Züge in der „Lügenpresse“ an, und diese sind durchaus ahistorisch. Wer die USA als Hort der Freiheit“ und der „Demokratie“ preist, verkennt, dass es ein Bündnis aus sklavenhaltenden männlichen Großgrundbesitzern, Abenteurern und reichem Bürgern war, das sich die Unabhängigkeit erkämpfte. Das Glücksversprechen der US-Verfassung galt nur für sie selber, nicht für Arme, Zuwanderer und Sklav*innen. Gerade die amerikanische Geschichte ist ein Lehrbuch über die Erkenntnis, dass nur durch den Widerstand und die Kämpfe der „Unterdrückten“ die Erklärung der Menschenrechte und das Demokratieversprechen der Verfassung mit Leben erfüllt wird. Weiterlesen

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Der tendenzielle Fall der (Durchschnitts-) Profitrate

oder Warum der notwendige Zusammenbruch des Kapitalismus ausblebt

In einem eigenen, dem dritten Abschnitt des 3. Bandes des „Kapitals“ hat Karl Marx *) resp. sein Herausgeber Friedrich Engels nach der Entwicklung der Kategorie Profit dessen Entwicklungsmöglichkeiten diskutiert und zu einem provisorischen „Gesetz“ (221) über den Fall der Profitrate erhoben. Provisorisch deshalb, da es sich um ein nach seinem Tode von Engels herausgegebenes hinterlassesnes Manuskript handelt. Bevor wir dieses darstellen können, arbeitet Marx erst den Unterschied zwischen Wert, Mehrwert und Profit heraus. Weiterlesen

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Radikalismus in vorrevolutionären Zeiten

Hat linke Politik eine Perspektive?

Diese Zeilen werden zu einer Zeit in einem Land verfasst, das sich selbst als Großmacht im Wartestand sieht, in dem privater Reichtum neben wachsender öffentlicher Armut steht und gesellschaftliche Ungleichheit wächst, aber im Vergleich mit anderen Regionen noch relativ gering ist. Selbst der Sozialhilfeempfänger steht in diesem Land ungleich besser da als der überwiegende Teil der Menschheit. Es ist ein Land, in dem bürgerlich-demokratische Strukturen relativ gefestigt erscheinen. Weiterlesen

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Mordsache

Die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht

demo-kl-rlDie Geschichte der Arbeiterbewegung im Kapitalismus ist reich an Fehlern, an schmerzhaften Niederlagen, Terror und Unterdrückung, von der Pariser Commune bis hin zu den KZs der Nazis. Daran zu erinnern, das Vergangene lebendig zu halten, ist die Aufgabe jeder Bewegung, denn ohne historisches Bewußtsein ist die Gegenwart nicht zu meistern. Umso mehr, wenn die Oberhoheit der Auslegung der Geschichte und damit über ein historisches Bewußtsein bei den Herrschenden liegt. Weiterlesen

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„Ende de Geschichte“

oder hat Francis Fukuyama am Ende doch recht?

Im Jahr 2017 – 500 nach Luther und 100 nach Lenin – geht in vielen Köpfen eine Endzeitstimmung um; mystische Stimmungen paaren sich mit der Grundhaltung z.B.unseres Noch-Außenminister Steinmeier, der Politik unter das Diktum der „Atempause“ stellt, Zeit gewinnen will, da aktuell die Probleme der Welt nicht zu lösen seien. Dabei war dieses vor mehr als finfundzwzanzig Jahren ausgerufene „Ende der Geschichte“ doch ganz anders gemeint!? Weiterlesen

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Über Weg und Ziel

Revisionismus, Reformismus und Opportunismus in der Arbeiterbewegung

1510gross_hochSo lange es die Arbeiterbewegung gibt, also seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, stellt sich für sie die Frage nach Strategie und Taktik, um einerseits die Lebenssituation der „Ausgebeuteten“ zu verbessern und andererseits eine neue, bessere Gesellschaftsordnung zu erkämpfen. Welche Wege im Kampf sind einzuschlagen und wie kommt man zum Ziel einer Gesellschaft, die dem Kapitalismus nachfolgt? Der Marxismus, die geschichtsmächtige Theorie aus dieser Zeit, entwarf ein umfassendes Konzept über die Historie der menschlichen Gesellschaft und verkündete, dass mit der bürgerlichen Ordnung und der kapitalistischen Produktionsweise ein Stadium der Menschheitsgeschichte erreicht wird, Weiterlesen

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Markt, Konkurrenz und Plan

Überlegungen zum Verhältnis von staatlicher Lenkung und gesellschaftlicher Konkurrenz

Seit die VR China, zu nennen wäre auch Vietnam, den „kapitalistischen Weg“ der „Marktöffnung“ eingeschlagen haben, explodierten im Land die Zuwachsraten des Sozialprodukts und wachsender Wohlstand für wachsende Bevölkerungsschichten stellt sich, ungeachtet vieler, auch ökologischer Probleme, ein. Ist China das positive Beispiel für das „Wirken des freien Marktes“, so bildete der Zustand der Ökonomie der europäischen sozialistischen Staaten zum Zeitpunkt ihrer Implosion das negative Beispiel für das „Versagen“ der staatlichen Planwirtschaft. Weiterlesen

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„Himmlischer Frieden“

Die VR China im Rentenalter
Mit der Ausrufung der Volksrepublik am 01.Oktober 1949 durch Mao Zedong auf dem Tor zum Platz des himmlischen Friedens, dem Tian’anmen (1), begann für China unter extremen Schwankungen ein neues Zeitalter der nationalen Einheit und des (sozialen) Fortschritts. Für die „bürgerliche“ antikommunistische Geschichtsschreibung ist die alleinige Herrschaft der KP eine bis heute anhaltende Periode der Diktatur, des Völkermords und der Missachtung der fundamentalen Menschenrechte. Mit Mao wäre China in der „Hölle“(Diktum in n-tv/n24) gelandet Weiterlesen

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Der unbekannte pazifische Krieg

Japans Ziel der „Großostasiatischen Wohlstandssphäre“

1.0 Vorbemerkung

maoDie im Antikominternpakt*)  zusammengeschlossenen Deutschland, Italien und Japan verfolgten langfristige Strategien der „Neuaufteilung der Welt“ (W.I.Lenin). Richtete sich Deutschlands Blick primär nach Osteuropa, der Gewinnung von „Lebensraum“ (A. Hitler), Italien trachtete nach territorialer Expansion im Mittelmeer („mare nostrum“)  und iin Afrika, so der von Japan nach Ostasien und den Pazifikraum. Weiterlesen

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„Die Katze läßt das Mausen nicht!“

Zur Entwicklung der VR China

Rekordwachstum der Wirtschaft über Jahrzehnte, Rekordzuwächse im Außenhandel und bei den Direktinvestitionen, Rekorddevisenbestände – die VR China ist zu dem Motor der Weltwirtschaft geworden. Hunderte von Millionen billigster und willigster Arbeitskräfte, angewendet von in- und noch mehr ausländischem Kapital, bescheren dem „Reich der Mitte“ seit nunmehr mehr als drei Jahrzehnten den Aufstieg in die Premiere League der wirtschaftlich dominanten Staaten. Nach Aufnahme in die WTO ist jetzt die VR China Mitglied im exklusiven Club der G-20 Staaten. Weiterlesen

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Das vergesellschaftete Kapital

Emprisch-statistisches zur Macht der Aktienbörsen
1.0 Die zehn höchstnotierten Aktiengesellschaften (Werte in Mrd. US-$)*)

1.1 Hochtechnologieunternehmen der 03./04. indRevolution

Unter den zehn Börsenschwergewichten sind dies deren fünf, davon vier aus den USA. Allein diese fünf Multinationalen Konzerne (MNK) repräsentieren laut Forbes (am Stichtag 2012, zwar treten große Schwankungen bei der Bewertung auf, für unsere Zwecke aber vernachlässigbar) ein Aktienkapital von 1.489 Mrd. bei einer aktiven Bilanzsumme von 1.235 Mrd. Diese fünf IT-MNK erwirtschafteten einen Gewinn von 106 Mrd. oder 8,6 % der Aktiva. Der Börsenwert liegt beim 14 fachen des Gewinns und damit rel. hoch. (<10=niedrig;20überteuert) Weiterlesen

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Karikaturen von Heinz Herresbach

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„In the roles of serfs and slaves“*)

Empirisch-statistisches zur Lohnarbeit bei den MNK

Zweihundert Staaten und die Multinationalen Konzerne (MNK) waren bisher empirischer Untersuchungsgegenstand**) – nun folgt ein Blick, der Lohnarbeit und Profit der 100 größten, nach Umsatz gelisteten MNK beleuchtet. Jeder verdiente eine eigenständige Untersuchung – Material wäre reichich vorhanden. Beschränken wir uns hier dennoch auf einen ersten, hoffentlich lehrreichen Zugriff. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Ökonomie

Krise oder Boom?

Überlegungen zu den immer wiederkehrenden Verwerfungen in der „Marktwirtschaft“

Karl Marx*) hat nach weitverbreiteter Meinung kein geschlossenes Konzept zu den Krisen der kapitalistischen Produktionsweise vorgelegt, aber betont, dass Krisen, zyklische wie strukturelle, zum „Wesen“ der bürgerlichen Gesellschaft gehören und dem Widerspruch zwischen gesellschaftlicher Produktion und privater Aneignung geschuldet sind. Der letzte Grund für die latent vorhandene und immer wieder plötzlich ausbrechende Krise sei in der beschränkten Konsumkraft der ausgebeuteten Massen (Unterkonsumtionskrise)  zu suchen bzw., die andere Seite der gleichen Medaille, in der durch die fortlaufende Steigerung der Produktivkräfte entstehende Überfüllung der Märkte (Überproduktionskrise). Weiterlesen

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Aufstieg und Fall des „Empire“

Die Rückkehr zum alten Imperialismus im 21. Jahrhundert

0083Die Herausbildung des namensgebenden englischen Weltreiches, des „Empire“, vollzog sich in einem Jahrhunderte währenden Prozess zuerst in Konkurrenz zu Spanien, Portugal und dann zu den Niederlande, Frankreich und Deutschland. Der Niedergang ging dafür um so schneller. Der Aufstieg der USA und der Zerfall des Kolonialreiches umfasste nur Jahrzehnte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wenngleich der imperiale Anspruch GB ungebrochen ist.

Seit mehr als fünfhundert Jahren ist eine gewalttätige, erstmals die ganze Welt umfassende Maschine angeworfen, die in einem unaufhaltsamen Prozess immer mehr Länder und Sektoren der ökonomischen Tätigkeit in den Strudel von Weltmarkt, Konkurrenz, Profitstreben und Produktivitätsfortschritt reißt, diskontinuierlich und nichtlinear in Raum und Zeit das vorantreibt, was für Marx und Engels die kapitalistische Produktionsweise und die kapitalistische Gesellschaftsformation umschließt. Weiterlesen

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„Masters of the Universe“

Statistische Aufbereitung der größten Konzerne der Welt

Zweihundert Staaten waren bisher empirischer Untersuchungsgegenstand*) – nun folgt ein Blick auf die tatsächlichen Demiurgen der Welt; die größten Multinationalen Konzerne (MNK). Fünf Branchen mit insgesamt 45 Unternehmen – die größten der Welt – stehen zunächst auf dem Prüfstand…(siehe Anhang) Jedes verdiente eine eigenständige Untersuchung – Material wäre reichich vorhanden. Beschränken wir uns hier auf einen ersten, dennoch lehrreichen Zugriff. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Ökonomie

„Cuba Sí“

Zum Tod des „Maximo Lider“ – anstelle eines Nachrufes

Die kubanische Revolution von 1959 ist in die Jahre gekommen und ist dennoch lebendig und vorbildgebend wie eh und je. Ihr ewiger „maximo lider“ Fidel Castro Ruiz übertrug in weiser Voraussicht vor zehn Jahren die Verantwortung für das Schicksal der Revolution seinem kaum jüngeren Bruder Raul ud dieser erreicht, dank Papst und Obama – die ersten Schritte zur Aussöhnung mit den USA. Weiterlesen

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Staat. Politik.Klassenkampf.

Ein Plädoyer für den bprgerlichen Parlamentarismus

1266In den sich sozialistisch nennenden Gesellschaften war unbestritten, dass der Politik, sprich die Partei, die „führende Rolle“ in der Gesellschaft zukommt und diese als Exekutor des „neuen“ gegen alles alte, „bürgerliche“ auftritt. Die Partei fühlte sich berufen, vom Fünf-Jahres-Plan bis hin zum Kunstgenuss, der Gesellschaft den richtigenWeg zu weisen. In der von Marx beschriebenen bürgerlichen Gesellschaft hingegen determiniert letztendlich eine „Basis“, die Produktionsverhältnisse, den politischen und ideologischen „Überbau“.
Der Staat und die Politik sollten „abgeleitet“ aus den ökonomischen Verhältnissen, den Gesamtwillen der bürgerlichen Klasse verkörpernd, die Gesellschaft nach immanenten Gesetzen leiten. Weiterlesen

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